Die Geschlechtskrankheit als Kriegswaffe
Der Fall
Der 39-jährige Jonas Jacobi* wacht in seinem Bett auf und fühlt sich wie gerädert. In der letzten Nacht hatte er Schweißausbrüche – so wie in der Nacht davor und in der davor. Außerdem ist ihm furchtbar schlecht. In den letzten Wochen hat er auch acht Kilo abgenommen, unfreiwillig. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: In seinem Körper hat sich ein Keim breitgemacht, der schon zum Tod von Casanova führte, vor 500 Jahren Kriege entschieden hat – und noch am Anfang des 20. Jahrhunderts als Waffe eingesetzt wurde.
*Name wurde pseudonymisiert (Anm. der Redaktion)